Huslige philosophiert Chemisches

Blogged by huslige as Nicht kategorisier, huslige kocht — huslige Sat 11 Mar 2006 0:56

Chemie hat der Husligen immer viel Spass gemacht, vielleicht weil es so ans Kochen erinnert. Besoners reizvoll fand sie dabei immer die Edelgase (hier ganz rechts). Helium (nach griechisch “Sonne”) wird weiß. Neon – “das Neue” – leuchtet nach Stromzugabe rot-orange; Argon, das “träge” Element, lässt sich aus flüssiger Luft destillieren und wird Blau-Violett. Krypton, “das Versteckte”, glimmt grünlich; eins seiner Isotope wurde früher zu Bestimmung des Meters verwendet. Xenon, “das Fremde”, kann violett strahlen, wird aber auch als besonders starkes Leuchtmittel für helles weißes Licht eingesetzt. Lustigerweise kann man Helium einatmen und dann wie Micky Maus reden; mit Xenon gehts umgekehrt, da kriegt man eine Baßstimme; ist aber nicht wirklich gesund…
Schön sind sie jedenfalls, diese Edelgase und putzige Namen haben sie auch. Existieren bloß so vor sich hin. Machen nichts. Reagieren nicht. Bloß unter energetischer Fremd-Zugabe leuchten sie, selber völlig unangestrengt, in den nettesten Farben. Ist das nicht bewundernswert?

Huslige wird sich für den Rest der ekelhaft schneeigen Tage bemühen, selber recht edelgasig zu werden (naja. wenn’s sein muss auch recht edel garstig).

…Produziert weniger edle Gase, ist aber winterlich ebenfalls gut geeignet (und man braucht keinerlei chemisches Diplom dafür)

Schwarze Suppe mit Rotwein:

Man brät in Olivenöl 1 Zwiebel etwas Knoblauch und viele getrocknete Kräuter an und gießt 2 Tassen heißes Wasser dazu, dann kommt 1 Tasse Beluga Linsen hinein. Während das ganze zu köcheln anfängt würfelt man Wurzelgemüse wie Sellerie und Gelbe Rüben klein und wirft sie mit dazu. (ein Löffel Kümmel mitgekocht hält übrigens die ärgsten Gase im Zaum). Wenn die Linsen so 10 min gekocht haben, bzw. die Flüssigkeit reduziert ist, kommt ordentlich Rotwein rein, eine in Würfel geschnittene Kartoffel, und Gewürze nach Geschmack; vielleicht noch was Scharfes hinterher (Peperoni-Paste o.ä.), bisschen Tomatenmark und noch eine gepresste Knoblachzehe, ganz wie beliebt. Wenn die Kartoffeln weich sind ists fertig. Bitte nicht mit dem Wein geizen und erst ganz zum Schluß salzen. Wohl bekomms.

Kreuzfahrt in Kreuzberg*

Blogged by huslige as Berlin, Nicht kategorisier, huslige is watching you — huslige Wed 8 Mar 2006 1:26

(*klingt natürlich gut; und Huslige kreuzt auch durch Kreuzberg um zu ihrer Kurz-Kreuzfahrt auf dem Badeschiff zu gelangen; aber wenn mans ganz genau nimmt liegt das Badeschiff in Treptow vor Anker; und fahren tuts auch nicht…. hach ja.)

Man kann zum saunen ja stehen wie man will. Eine Weile lang ist es durchaus interssant, verschieden geartete Geschlechtsorgane zu begutachtem, meist bis zu dem Moment, wenn man bemerkt dass man selbst ebenfalls Objekt der Beobachtung ist. Aber einen Besuch auf dem Winter-Badeschiff der Arena sollte man sich mal gönnen. Farbenpracht! Panoramablick zum alten Osram (bzw. Narva-)gebäude! Wellnessfreuden! aufgeheizt Nacktbaden bei angnehm kühlenden 22° im Außenbecken! Feine Sache, kostet aber 12 Euro. Keine Ermäßigung, meistens recht voll… Aber dank grandioser Öffnungszeiten findet man sicherlich ruhige Zeitpunkte, so wie heute, huslige 21.00-24.00 Uhr am Dienstag. Gibts noch bis Mitte April.

Bemerkenwert übrigens, dass Leute, die man zuerst mehrere Stunden lang nass und nackend betrachtet hat – getaufte Mäuse wie Gott sie schuf -, mit Kleidung, Schminke und Frisur fast nicht mehr wiederzuerkennen sind. Huslige z.B. schaut angezogen aus wie eine Dame und nackt wie ein kleiner Bub. Oder wars umgekehrt??

huslige (=häusliche) Pflanzerlfreuden

Blogged by huslige as Berlin, Nicht kategorisier, huslige kocht — huslige Tue 7 Mar 2006 1:30

In Berlin schneits ja noch nicht gar so arg wie in München; aber immer noch zuviel. Jeder (!) einzelne Bekannte der der Husligen heute begegnete machte ein wüstes Gesicht und beschwerte sich über den ewigen Schnee, als ob es huslige Verantwortung wäre, das Sauwetter. Drum macht man sichs heut am besten schön warm und häuslich in der Küche und führt sich ein paar Fleischpflanzerl mit Kartoffelbrei zu Gemüte, hier das verbrieft feine Huselrezept – mitgebracht aus Bayrisch Schwaben (dort heißt das übrigens Fleischküchle) – upgedated für den hausnahen Einkauf in Kreuzberg:

300-600 g (je nach Hunger) gemischtes Hackfleisch (Lamm / Rind), 1 große Zwiebel, 1 große Zehe Knoblauch, viele getrocknete Kräuter, 1 Teelöffel Cumin, 1 Piripiri (scharfe getrockenete Peperoni), 1 Prise Zimt. Dann eigentlich: eine alte Semmel (in Berlin geht auch eine alte Schrippe oder 2-3 Scheiben trockenes Toastbrot), 1 Ei, vielleicht etwas Semmelbrösel (Berlin: Paniermehl) Öl zum Braten; Fünf große mehlig kochende Kartoffel, etw. Milch, geriebene Muskatnuss, Salz und Pfeffer; etw. Butter.

Kartoffeln in Salzwasser aufsetzen. Altes Brot in lauwarmen Wasser einweichen. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und zusammen mit den Kräutern und dem Cumin und der zerdrückten Piripiri in Öl andünsten; mit dem Hackfleisch in eine große Schüssel geben; salzen und pfeffern. Das Brot gut ausdrücken, zum Fleisch geben, dann noch das Ei hinein; 1 Prise Zimt dazu. All das zu einem Pflanzerl-Teig verkneten (Achtung: Baz); wenn der Teig zu sehr an den Fingern klebt und nicht geschmeidig werden will evtl. ein wenig Semmelbrösel dazutun. Eine Weile stehen lassen! – Unterdessen die Kartoffeln (sofern fertig) aus dem Wasser holen, kalt abbrausen und schälen – Ofen leicht anheizen, Teller mit Küchenkrepp drin warmstellen.
Ordentlich Fett (huslig: Pflanzenöl mit ein bissl Butter vermischt. – Butterschmalz ginge auch) in einer großen Pfanne heiß werden lassen; mit feuchten Fingern Fleischpflanzerl (oder -Küchle) aus dem Pflanzerlteig formen – das heißt: etwa Golfball-große Kugeln ein bißchen flachdrücken). Nach und nach knusprig braun butzeln und im warmen Ofenrohr auf Küchenkrepp zwischenlagern.

Zwischendurch die Kartoffeln in einen großen Topf geben und zerdrücken (bestenfalls mit einem Stampfer, zur Not gehts auch mit einer abgewaschen Weinflasche), etw. Milch zugeben bis die gewünschte Konsitenz da ist; mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Ganz am Ende ein Stück Butter im Brei zerlaufen lassen…

Kartoffelbreilama groß2 kartoffelbreilama groß

Wenn die Pflanzerl fertig sind und der Brei ebenfalls, auf jeden Fall gleich loslegen mit essen, diese Sachen warten nicht gerne. Ein Bier passt hervorragend dazu. Ein leicht gekühlter Rotwein aber auch. All das macht satt müde und wohlig; in glückselige Kindertage versetzt formt man am Ende aus den Kartoffelbreiresten kleine Skulpturen…. Man muss sich ja was gönnen wenns am nächsten Tag wieder in den Schneematsch rausgeht. Wohl bekomms.

Frittiertes, Feuchtfröhliches, Flauschiges

Blogged by huslige as Berlin, Nicht kategorisier, huslige isst — huslige Sun 5 Mar 2006 1:28

Gemütlich hat der gestrige Abend begonnen, fröhlich huslig mit viel fritiertem Essen. Gleich beim Schlesischen Tor hat ein sudanesischer Imbiss neu eröffnet, tatsächlich war gestern sogar erster Geschäftstag, ein strenger Chef scheuchte seine Kellner durch den Laden, serviert wurde nach geschenkten (fritierten) Hefebällchen und Tee ein ganze Menge Köstliches mit Erdnußsauce.

Später besuchten die Huslige eine Vernissage in der Wallstreet One Galerie, die schon nach kurzer Zeit ausartete…”und ich habs ihnen gsagt. extra gsagt hab ichs meinen Freunden: des is a Vernissaaasch, kei Party, also nix Sauffen und tanzen und so!” (eine Cheffin) Geholfen hat es aber nichts, es wurde getrunken, getanzt und gefeiert was das Zeug nur hielt; die Austellung – Home Sweet Home – selber beeindruckte mit gewagten Lebensmittelcollagen in der ein-aus-ein-aus Einbauküche, aber auch die Couching Ecke mit den vielen Sofas war sehr angenehm.

Überhaupt. die Galerie ist schön und die dort ansässigen Künstler betreiben eine ansehnliche Homepage namens Bilderklub, die man dringend besuchen sollte – jeden Tag gibts da ein neues Bild zu sehen.

Ein entkaternder Spaziergang durch den Görlitzer Park hat die erschöpfte Huslige dann heute wieder froh gemacht, v.a. weil sie rausgefunden hat, dass es dort hübsche freundliche Tiere zu betrachten gibt; unglaublich. Hundert Mal durch diesen Park gelaufen und dabei das leise “Mäh mäh”, “Grunz grunz” und das allerliebste “Ia” der Bewohner des hinter ein paar Hecken versteckten Kinderbauernhofs schlicht überhört! Sehenswert, liebe Freunde! Und man kann sich tatsächlich in einen Esel verlieben, weil die Öhrchen so nett wakeln und das Bäuchlein so schön rund ist…

Nachtrag

Blogged by huslige as Berlin, Nicht kategorisier, huslige isst — huslige Thu 2 Mar 2006 17:40

Beinahe hätte ich den Spätzleexpress vergessen!

Zum Glück haben aber eh alle Blogger wie es scheint automatisch die gleichen Themen. Und weil ich Ben Perry gelesen habe wurde ich dran erinnert….

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