huslige goes real life

Blogged by huslige as Berlin, huslige is watching you, huslige kocht — huslige Tue 15 Apr 2008 13:13

Eigentlich ist dieser Blog eine sympatische Mumie – aber ein kleines Lebenszeichen muss doch her, nachdem die Huslige selber einem solchen volkommen unerwartet und ohne eigene Kontrolle in die Arme lief.

Stellt euch mein Erstaunen vor: da geh zum Biotopia in der Wrangelstraße, um mir ein Veggie-Mahl einzukaufen. Neuerdings verkauft Biotopia Mittagssuppen, das ist schön. Lustig nur, dass mir die Suppe auf dem Plakat sehr heimelig bekannt (um nicht zu sagen huselig) vorkommt.

Suppe1

Lieber Biotopia, arbeitet ihr die Mittagssuppe denn auch nach husligem Rezept? Würde mich freuen! Danke für die Wiedergutmachungs-Schokolade (Nicht zu verwechseln mit Wiedergutmachungsschnitzel, das ist von jiskefet)

Und um der husligen Tradition treu zu bleiben und das eben aufgemachte Holland-Fass nicht wieder zu schließen (und um meinen Lieblings halb-Holländer zu ehren) verrat ich Euch auch, was mit den Veggie Bratlingen und den Möhren passiert ist, die ich bei Euch gekauft habe; ein Foto hab ich nicht dazu, aber das ganze ist genauso appetitlich orange wie die bewusste Suppe:

husliges Veggie Hutsput: (für 2-3 Esser)

Man nehme 5 möglichst mehlig-kochende Kartoffel(n); Butter, Milch, Muskatnuss gerieben.

1 Zwiebel; 500 g gelbe Rüben (=Möhren); 1 Esslöffel gutes Curry / Currypaste, etw. Salz, Zucker, Zitronensaft und bissl Sesam, evtl Zitronenthymian als i-Tüpferl

Gute Veggie-Bratlinge, etw. Pflanzenöl, 1 Scheibe Käse pro Bratling

Kartoffeln schälen, halbieren und in Salzwasser etwa 15-20 Minuten weich kochen; Wasser abgießen; mit Butter und etwas Milch zerstampfen (Huslige mags da eher weniger matschig, so dass man die Kartoffel als Grundbestandteil noch erkennen kann…). Man würze mit Salz und Muskat.

Während die Kartoffel kochen, schäle und rasple man die Gelberübn, die Zwiebel wird gehackt. Beides miteinand anbraten, mit Curry, Salz, Zucker, Zitrone und Sesamkörnchen verfeinern, am Ende ggf. mit frischem Zitronenthymian abschmecken.

Bratlinge braten (what else) und mit je einer Scheibe Käs überbacken. Auf warmen Tellern alle Bestandteile des Menüs miteinader anrichten, das Mischen von Gelberübngemüs und Kartoffelbrei darf bei derHusligen der Kreativität jedes einzelnen Essers überlassen bleiben.

Wohl bekomms!

Ist ja gut, ist ja gut…

Blogged by huslige as Berlin, gar kein Heimweh, huslige isst, huslige kocht — huslige Sat 24 Feb 2007 22:40

Einkaufen

Nach diversen anonymen Briefen, Selbstmorddrohungen, größeren Geldgeschenken und einigen unmoralischen Angeboten läßt sich Huslige breitschlagen und erklärt hiermit feierlich ihre Wiederauferstehung. Versnobt nach vielen westlichen Aufenthalten und moralisch verdorben vom rheinländischen Karneval haben sich aber – zumindest für heut abend – die Machtverhältnisse im husligen Haus verkärt und Madame wird bekocht! Hurra. Zur Erinnerung an einen formidablen Urlaub in Amsterdam ist das Rezept leicht indonesisch angehaucht – aber getreu den Grundsätzen vorliegenden Blogs sind auch die Zutaten für dies Rezept problemlos am Wrangelkiez einkaufbar. Drum die Schürzen umgeschnallt, denn Kochlöffel erhoben und den Wok aufgeheizt für ein köstliche Tempéh-Pfanne Mokum.

Ihr braucht: Eine Packung Tempéh (normalerweise ca 500 g – gibts im Asien-Laden), frisches Gemüse (Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Champignons, Paprika, etc., Sesamöl, Sojasauce (oder noch besser: Indonesisches Ketjap), Knoblauch, Chili-Paste, Sesamkörnchen

Geschnippel WokinAction

Falls ihr als Beilage Reis möchtet, setzt den ganz zu Anfang auf, dann gehts ans Gemüse schnippeln. Das Tempéh wird zerkleinert und mit viel Sojasauce (oder Ketjap), gepressten Knoblauch, Sesamöl und Sesamkörnchen mariniert. Im heißen Wok werden erst das Tempéh, danach die Gemüse (nach Garungszeit geordnet) angebraten. Zum Schluss würzt man mit Chilli Paste und frisch gemahlenen Pfeffer nach, bastelt Reis und Tempéh-Pfanne hübsch auf große Teller und genießt das Ganze mit einem Glas gut gekühltem Wein, warmen Tee oder feinem Apfelschorle…

fertig

Viel Spass sagt die Huslige. Übrigens. Im Moment sind meine Aufenhalte leider so verstreut, drum wird das jetzt noch ein bissl dauern bis die hervorragenden Kulturtipps wieder aufgenommen werden können. Verzeiht. Aber lests dafür ein bisschen hier nach (danke Isarblog) so als wehmütige Rückschau auf den verflossenen Fasching.

Kehraus‘ vom Herrn Polt ist übrigens sehr sehenswert (Grandios: Gisela Schneebergers ausgestopftes Hinterteil u.v.a.).

Huslige wünscht frohe Weihnachten, guatn Rutsch und sagt: Pfiagott

Blogged by huslige as Berlin, Nicht kategorisier, gar kein Heimweh, huslige is watching you, huslige kocht — huslige Wed 13 Dec 2006 0:27

FZB fzb2
Während sich Berlin langsam – gaaaanz langsam – Richtung Weihnachten von Zugroastn lehrt und nach und nach gemütlich wird, das vernünftige Weihnachtswetter auf sich warten lässt, sich Morrissey die Ehre gibt und auf BBC endlich eine neue Staffel Extras läuft (hier mit Bowie – Hurra!) zieht sich Huslige mehr und mehr aus dem Bloggertum zurück. Die das hier lesen mögen das schon festgestellt haben. So ist das eben mit den Netz-Existenzen. Bunt, schillernd und berauschend, später eventuell etwas klebrig und kopfschmerzenverursachend – auf jeden Fall aber: Kurzlebig.

Drum zum Abschied: Eine Feurzangenbowle.

4 Bioorangen auspressen und mit einigen Streifen Schale – bitte ohne das Weiße – und 2 Flaschen herbem, guten Rotwein in einen Topf geben; 1 Zimtstange, einige Nelken und ein paar Stückchen frischer Ingwer kommen mit hinein, dann das Ganze heiß machen, (nicht kochen). Bei der Husligen wurde diese Grund-Bowle kürzlich mit starkem Schwarztee verdünnt, was ihr guttat, weil sie dann am Ende nicht so klebte – so als Tipp für die weniger Süßen unter Euch.
Den Topf auf eine Wärmeplatte oder ein Stöfchen stellen, eine Feuerzange (für ca 7 Eur vom Einzelhändler ihres Vertrauens zu erstehen) über den Topf einen Zuckerkegel in die Feuerzange legen. Mit
54 %igem Rum (nicht mehr und nicht weniger) beträuflen, bis der ganze Kegel feucht (rrrrrh!) ist (…nicht zu viel sonst zerbröselt er…). Dafür stellt man sich am besten eine Tasse voll Rum und einen Eßlöffel bereit.
Während des Tränkens geduldig ein Feuerzeug an den Kegel halten; irgendwann beginnt er wunderhübsch blau zu brennen; dann fix jemanden das Licht ausschalten lassen, einen anderen zum fotographieren abkommandieren und einen dritten fleißig Rum ins Feuer gießen lassen, auf das der Spass nicht vorzeitig erlischt….

Viel Freud` damit. (Macht nämlich ordentlich sentimental und redselig)
Hebts ein Tässschen aufs Wohl der Husligen die sich bis auf Unbestimmtes zurückzieht. Vielleicht in den Park nach Potsdam; denn dort ists schön, märchenhaft und still. . .

schloß

Find ich interessant:

Blogged by huslige as Berlin, Huslige guckt, Nicht kategorisier — huslige Wed 18 Oct 2006 19:40

Sauna Obscura

Sauna Obscura

Herbscht

Blogged by huslige as Berlin, Nicht kategorisier, gar kein Heimweh, huslige kocht — huslige Wed 18 Oct 2006 19:29

Huslige is back in town (und das ist wirklich gut so). Nach vielem Reisen durch die ganze Republik und durch Nordengland fühlt sie sich im guten alten Kiez wohlig daheim und genießt die hübschen Herbstfarben.

potsdamerpaltzherbstlich Suppe1
Die Theater haben eifrig wieder ihr Programm begonnen (HAU, DT, Volksbühne…man beachte bitte das fröhlich tanzende VB-Zeichen… wie niedlich) und kein Mensch erinnert sich mehr an das Gestöhne ob des viel-zu-heißen Sommers. Als Frau Huslige allerdings heim kam, gabs erst mal Ärger mit der Hausverwaltung weil die Heizung nicht ging und der verantwortliche Handwerker meinte: ‘Ham se sich nich so, das machn wa dann irgendwann nächste Woche.’ Brrr, so ein Ärger. Hier bestätigte sich dann die Erfahrung, dass man bei Berliner Dienstleistern nur mit Schnoddrigkeit und beharrlicher Unhöflichkeit weiterkommt. Bevor sich Huslige auf die Socken gemacht hatte zum Sommerendspurt sagte mal irgend ein Abgeordneter im Fernsehen (im Zuge des Wahlkampfs): “Für das was in Berlin als Höflichkeit gilt, würde man im Süden eine Beleidigungsklage bekommen.” Das ist wohl war, und war für Huslige etwas gewöhnungsbedürftig. Andrerseits isses das aber auch wert, wo sonst lebt es sich so hübsch wie hier.
Huslige hat inzwischen wieder warme Füße, läßt sich froh im Kreuzberger Treiben treiben und hat sich zu allem Überfluß noch ein lecker Süppchen für einen warmen Bauch und quietsch-orangenen Farbspaß gekocht (passend zur Jahreszeit).

Suppe2 berlinerHerbst
Hokaido-Kürbis-Süppchen mit viel Ingwer :

Man braucht (für 2):

1/2 Hokaido Kürbis (nur nicht erschrecken, gibts grad überall im Supermarkt), 1 Zwiebel, ordentlich frischen Ingwer (mind. ein Walnuss-großes Stück), 1 Teelöffel rote Currypaste, Butter, Wasser, Salz.

Den Kürbis entkernen (mit einem scharfkantigen Löffel) und dünn abschälen (Gemüseschäler), in Stücke schneiden (Achtung: der Kürbis ist recht hart. Bitte nicht die Finger amputieren). Die Zwiebel schälen und grob zerkleinern. Beides mit der Currypaste gewürzt in Butter anschmoren, dann mit Wasser bedecken und im geschlossen Topf weichkochen. Kurz vor fertig den Ingwer hacken und hineingeben. Mit dem Mixstab (oder einfach mit brutaler Gewalt) pürieren und salzen. Fertig. Und sehr sehr schön oder? Auf dem Bild kann man sehen, dass Huslige das Süppsche noch mit Cashewkernen und Frühlingszwiebel dekoriert hat. Das ist aber eigentlich gar nicht mehr notwendig.
Bellmanns

Übrigens lohnt sich auf dem gemütlichen Herbstspaziergang ein Abstecher ins Bellmanns in der Glogauer Str, Ecke Reichenberger. Dort kann man sich in schummerig brauner Gemütlichkeit so richtig einem Herr-Lehmann-artigen Berlin-Berlin Gefühl hingeben und dabei ein Pils-chen schlürfen, während sich draußen Himmel und Blätter iln ihren Farbräuschen austoben. Wohl bekomms.

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