Ist ja gut, ist ja gut…

Blogged by huslige as Berlin, gar kein Heimweh, huslige isst, huslige kocht — huslige Sat 24 Feb 2007 22:40

Einkaufen

Nach diversen anonymen Briefen, Selbstmorddrohungen, größeren Geldgeschenken und einigen unmoralischen Angeboten läßt sich Huslige breitschlagen und erklärt hiermit feierlich ihre Wiederauferstehung. Versnobt nach vielen westlichen Aufenthalten und moralisch verdorben vom rheinländischen Karneval haben sich aber – zumindest für heut abend – die Machtverhältnisse im husligen Haus verkärt und Madame wird bekocht! Hurra. Zur Erinnerung an einen formidablen Urlaub in Amsterdam ist das Rezept leicht indonesisch angehaucht – aber getreu den Grundsätzen vorliegenden Blogs sind auch die Zutaten für dies Rezept problemlos am Wrangelkiez einkaufbar. Drum die Schürzen umgeschnallt, denn Kochlöffel erhoben und den Wok aufgeheizt für ein köstliche Tempéh-Pfanne Mokum.

Ihr braucht: Eine Packung Tempéh (normalerweise ca 500 g – gibts im Asien-Laden), frisches Gemüse (Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Champignons, Paprika, etc., Sesamöl, Sojasauce (oder noch besser: Indonesisches Ketjap), Knoblauch, Chili-Paste, Sesamkörnchen

Geschnippel WokinAction

Falls ihr als Beilage Reis möchtet, setzt den ganz zu Anfang auf, dann gehts ans Gemüse schnippeln. Das Tempéh wird zerkleinert und mit viel Sojasauce (oder Ketjap), gepressten Knoblauch, Sesamöl und Sesamkörnchen mariniert. Im heißen Wok werden erst das Tempéh, danach die Gemüse (nach Garungszeit geordnet) angebraten. Zum Schluss würzt man mit Chilli Paste und frisch gemahlenen Pfeffer nach, bastelt Reis und Tempéh-Pfanne hübsch auf große Teller und genießt das Ganze mit einem Glas gut gekühltem Wein, warmen Tee oder feinem Apfelschorle…

fertig

Viel Spass sagt die Huslige. Übrigens. Im Moment sind meine Aufenhalte leider so verstreut, drum wird das jetzt noch ein bissl dauern bis die hervorragenden Kulturtipps wieder aufgenommen werden können. Verzeiht. Aber lests dafür ein bisschen hier nach (danke Isarblog) so als wehmütige Rückschau auf den verflossenen Fasching.

Kehraus‘ vom Herrn Polt ist übrigens sehr sehenswert (Grandios: Gisela Schneebergers ausgestopftes Hinterteil u.v.a.).

Huslige guckt Tanz und trinkt Milchkaffee

Blogged by huslige as Berlin, Huslige guckt, Nicht kategorisier, huslige isst — huslige Sun 27 Aug 2006 12:05

Tanz im August ists, (ich wies schon mal kurz drauf hin), und Huslige rennt eifrig von eienm Event zum nächsten. Gestern sah sie begeistert, angeregt und glücklich Nigel Charnock, ehem. Mitglied von DV8, inzwischen Chef der Helsinki Dance Company, mit seinem Soloabend ‘Frank’. Charnocks Figur (Frank?) tobt als hyperaktiver, narzisstischer Standupcomedian, der jede Grenzziehung vergessen hat über die Bühne und durchs Publikum, zeigt seinen Luxusleib, wirft Toffees (hmmm!) und tanzt in pathetischen Lichtdomen… ‘Frank’ ist eine wahre Freude, selbstreflexiv, kritisch, intelligent und ganz und gar der eigenen (theaterimmanennten) Möglichkeitumstände bewusst… (sabbel) vor allem aber: brüllend komisch und daher sehr sehr zu empfehlen.

Ähnlich selbstkritisch, ähnlich lustig: Dick Wong mit B.O.B. / Final Cut, sehr gefiel der Husligen auch Luise Lecavalier / Benoit Lachambre mit ‘I’ is memory.

Vorgestern gesehen: Maren Strack / Max Bauer & post theater mit Figur 8 Remix. Eine Frau und ihr Auto, eine Einheit: erzählt wird die Geschichte von Clärenore Stinnes, der ersten Frau die die Welt im Auto umrundete. Ansprechend vor allem die Erzähltechnik dabei: Tanz, Videoprojektion, und live erstellte Geräuschkulisse verweben sich zu einem organischen Ganzen, in einer Art und Weise dass es sogar den ganz abgebrühten überfütterten Theatergucker (also mich, die Huslige) in Erstaunen versetzt. Weiteres großes Plus: Diese Show kann man sich noch oft angucken, sicher auch hier in der Gegend, vgl. post theater
Huslige freut sich dieser Tage noch auf Pichet Klunchum mit I am a Demon, Sub Sahara im Podewil, und auf Régi von Boris Charmatz
Phew. und nach so viel avantgardistischem Tanz geht Huslige vielleicht sogar mal wieder ins DT. Auf dem Weg dorthin empfiehlt sich übrigens sehr sehr ein Besuch im Monsieur Toche in der Albrechtstraße. Hier gibts hervorragendes günstiges Mittagessen im Bistro-Ambiente, besonders guten Kaffee und französische Patisserie zum Frühstück, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Zu allem Überfluss sind die Chefs dort lieb und nett, immer gut gelaunt und von erfrischender Professionalität…

Huslige feiert

Blogged by huslige as Nicht kategorisier, huslige is watching you, huslige isst, huslige kocht — huslige Mon 31 Jul 2006 15:48

Party

So. Zum Abschluß der extrem faulen Sommertage gab es im Maison Huslige ein Festmahl mit Freunden und allerlei zu essen. (Ehrensache). Neben Fleischpflanzerln a la Wrangelkiez erfreuten Spinatknödeln mit Butter und Parmesan, Tabule, stark schafiger Salat, Obazda mit Brezen sowie Mousse au Chocolat ohne Salmonellen und eine Mascarpone-Limettencrème Herzen und Bäuche der Feiernden. Die Party tobte (vor allem auf der Tischdecke) einige Stunden wahrlich unkontrolliert. Aufgrund großer Hitze, dumpfiger Feuchtigkeit, mannigfachen Freßnarkosen und einem ordentlich starken Pisco sour als Aperitif setzte sich allerdings bald die Müdigkeit durch und ein Großteil der Gäste wankte noch vor 2 nach Haus.

Für alle Leser die zumindest ganz im kleinen einen solche angenehm-faulen Rausch nachvollziehen möchten hier das verbriefte

Pisco Sour Rezept

(direkt und höchstselbst von Husliger aus Chile importiert und dort des öfteren in diversen Hängematten genossen):
Für ca 12 Personen zum Starten des Abends (dabei für jeden 1-2 Nachschläge gerechnet) benötigt man:
6 Zitronen, auspressen, Kerne entfernen. In den Zitronensaft 1 Eiweiß geben und verrühren, mit Puderzucker vorsichtig süßen, bis die Mischung angenehm süß-säuerlich schmeckt. In eine große verschließbare Flasche füllen und mit etwa 0,5 Liter bis 3/4 Liter gutem Pisco auffüllen (Huslige empfiehlt: Alto del Carmen – Especial 35 % oder Pisco Capel Reservado ”Moai” 40 % – s.o. Bild), einmal ordentlich schütteln und im Kühlschrank lagern, bis das ganze wirklich kalt ist.

Auf Eiswürfeln in kleinen Gläsern zu servieren. Wer ganz perfekt sein möchte, kann die Gläser mit einem Salz-Zitronen-Rand verzieren. Wohl bekomms. Und: vorsicht…. der Erste verleiht Flügel, der Zweite macht gesprächig, und mit dem Dritten ist der Abend gelaufen.

Oh là là in der Gluthitzn

Blogged by huslige as Berlin, Nicht kategorisier, huslige is watching you, huslige isst — huslige Fri 21 Jul 2006 16:30
internat4

Wenn es schon solch südliche Temperaturen aufweist, darf man auch gerne südlich geniessen. Huslige ist sowieso der Meinung, dass die innere Klimaanlage recht ordentlich Energie verbraucht und man daher das gebührende Essen nicht vergessen sollte; sie empfiehlt daher ein französisches Frühstück im morgendlichen Schatten, ganz in der ruhigsten Ecke der Görlitzer Straße in Barcellos – Salon Sucré, wo ein höchst charmanter Monsieur L’Artisan exquisite handgemachte und noch dazu echt französische Patisserie anbietet und im kühlen Nebenzimmer kunstvolle Frisuren erstellt werden. (vgl. hier)

Huslige selbst ist mit ihrer Frisur durchaus zufrieden und hält sich daher eher an die Süßigkeiten. Und was für welche!
Pain au Chocolat in zartblätternden Schichten mit tiefdunkler Schoko innen, zartschmelzende Tartelettes au Passionsfrucht (weiß jetzt nicht mehr was das auf Französisch heißt), und selbstverständlich sündhaft großartige Eclaires. Huslige wird NIE WIEDER in den Urlaub fahren sondern NUR NOCH in Kreuzberg umherwandern und genießen. Jawoll. Fühle mich, nach Schoko-und Koffeinschock, wohlig im Ventilatorenwind auf meinem Bett im abgedunkelten Zimmer hindämmernd, glücklich wie das Kind mit dem Frankreichfähnchen, das vor nun schon wieder 2 Wochen ich im WM-Fieber einfangen konnte.

eclaires

Barcellos
Salon Sucré
Görlitzer Str 32a
10997 Berlin

Wer will Huslige heiraten?

Blogged by huslige as Nicht kategorisier, huslige isst, huslige kocht — huslige Wed 28 Jun 2006 14:39

pfannkuchen 3 pfannkuchen 2

Pfannkuchen wie bei Omi:
2 große Eier (od. 3 kleine)
125 g Mehl, 1 Prise Salz
1/4 l Milch

Eier in eine Rührschüssel hauen, Mehl und Salz mit dem Schneebesen drunterrühren – soll am Schluß die Konsistenz von dickem Leim haben, langsam die Milch drunterschlagen. 20 min stehen lassen.
Pfanne heiß werden lassen, Pflanzenöl und ein bisschen Butter hinein (die Butter darf gerne ein bissl braun werden, je 1 Kelle Teig in die Pfanne (mus schön zischen), schnell schnell verteilen, ca 1 min backen, wenden, noch mal paar Sekunden weiterbacken, raus damit und warm stellen. Neues Stückerl Butter in Pfanne und weiter gehts. Reicht für 2 Hungrige, Schmeckt mit Zucker und Zitrone, Marmalaaad, Ahornsirup, Joghurt und Obstalat, um nur ein paar geprüfte Varianten zu nennen.
PS: Bitte beachten sie die großartige Schürze
(Heirats-Anträge bitte unter “Kommentieren” eingeben)

pfannkuchen 5
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