Happy Brithday Huslige

Blogged by huslige as Heimweh, huslige kocht — huslige Mon 23 Jun 2008 16:58

Wir werden alt und speckig, wenn wir nicht gar rapide auf die 30 zugehen. Drum gabs kürzlich eine gepflegte Geburtstagsparty im Husligen Haus. Und damit der Speck auf guten Grundlagen basiert kam ein klassisches Tiramisu zum Einsatz, wie ich es noch von meiner Mammie kenne, die dieses Rezept irgendwann in den 70ern importiert hat und mit Zähnen und Klauen verteidigte (genau wie mich):

mammie

man nehme

500 g Macarpone
3-6 sehr frische Eier (je mehr Eier desto lockerer aber auch weicher die Creme)
2 El Zucker
1 Wasserglas Marsala (oder zur Not süßen Sherry; wenns unbedingt
Amaretto sein muss bitte den Zucker weglassen)
1 Wasserglas kalten Espresso
1 Großfamilienpackung Löffelbisquits
Rohkakao zum bestäuben.

Die Eier trennen; die Eiweiß sehr steif schlagen. Die Eigelbe mit dem Zucker und 2 EL vom Marsala so lange rühren bis sich eine weiche helle Creme gebildet hat. Die Mascarpone mit der Eigelbcreme verrühren (perKochlöffel oder Rührgerät unterste Stufe). Wenn alles gut emulgiertist, vorsichtig den Eischnee unterziehen.

Ein großes Glasgefäß mit Löffelbisquits auslegen, selbige mit Espressound Marsala bewässern (ich mach das immer mit einem Löffel, damit ichnicht in Versuchung komme zu übertreiben und eine Überschwemmungproduziere, wer sich für mäßiger hält, darf gerne einfach schütten …); sobald die Bisquits vollgesaugt sind eine Lage Creme drüberstreichen, wieder mit Bisquits weitermachen, tränken, Creme, Bisquits usw. Die letzte Schicht ist Mascarpone, sie wird mit Hilfe eines feinen Siebs schön mit dunklem Kakao bepudert. Ab in denKühlschrank damit und mindestens 1 Stunde dort lassen. Bitte wegs der rohen Eier innerhalb von 24 Stunden aufessen (bereitet für gewöhnlichkeine Probleme)


huslige goes real life

Blogged by huslige as Berlin, huslige is watching you, huslige kocht — huslige Tue 15 Apr 2008 13:13

Eigentlich ist dieser Blog eine sympatische Mumie – aber ein kleines Lebenszeichen muss doch her, nachdem die Huslige selber einem solchen volkommen unerwartet und ohne eigene Kontrolle in die Arme lief.

Stellt euch mein Erstaunen vor: da geh zum Biotopia in der Wrangelstraße, um mir ein Veggie-Mahl einzukaufen. Neuerdings verkauft Biotopia Mittagssuppen, das ist schön. Lustig nur, dass mir die Suppe auf dem Plakat sehr heimelig bekannt (um nicht zu sagen huselig) vorkommt.

Suppe1

Lieber Biotopia, arbeitet ihr die Mittagssuppe denn auch nach husligem Rezept? Würde mich freuen! Danke für die Wiedergutmachungs-Schokolade (Nicht zu verwechseln mit Wiedergutmachungsschnitzel, das ist von jiskefet)

Und um der husligen Tradition treu zu bleiben und das eben aufgemachte Holland-Fass nicht wieder zu schließen (und um meinen Lieblings halb-Holländer zu ehren) verrat ich Euch auch, was mit den Veggie Bratlingen und den Möhren passiert ist, die ich bei Euch gekauft habe; ein Foto hab ich nicht dazu, aber das ganze ist genauso appetitlich orange wie die bewusste Suppe:

husliges Veggie Hutsput: (für 2-3 Esser)

Man nehme 5 möglichst mehlig-kochende Kartoffel(n); Butter, Milch, Muskatnuss gerieben.

1 Zwiebel; 500 g gelbe Rüben (=Möhren); 1 Esslöffel gutes Curry / Currypaste, etw. Salz, Zucker, Zitronensaft und bissl Sesam, evtl Zitronenthymian als i-Tüpferl

Gute Veggie-Bratlinge, etw. Pflanzenöl, 1 Scheibe Käse pro Bratling

Kartoffeln schälen, halbieren und in Salzwasser etwa 15-20 Minuten weich kochen; Wasser abgießen; mit Butter und etwas Milch zerstampfen (Huslige mags da eher weniger matschig, so dass man die Kartoffel als Grundbestandteil noch erkennen kann…). Man würze mit Salz und Muskat.

Während die Kartoffel kochen, schäle und rasple man die Gelberübn, die Zwiebel wird gehackt. Beides miteinand anbraten, mit Curry, Salz, Zucker, Zitrone und Sesamkörnchen verfeinern, am Ende ggf. mit frischem Zitronenthymian abschmecken.

Bratlinge braten (what else) und mit je einer Scheibe Käs überbacken. Auf warmen Tellern alle Bestandteile des Menüs miteinader anrichten, das Mischen von Gelberübngemüs und Kartoffelbrei darf bei derHusligen der Kreativität jedes einzelnen Essers überlassen bleiben.

Wohl bekomms!

Happy Birthday Happy Birthday!

Blogged by huslige as Heimweh, huslige kocht — huslige Thu 22 Mar 2007 15:15

Liebe E. und lieber S. – liebe huslige Familie, die ihr so schlau Eure Geburtstage auf einen Haufen gelegt habt… Ich hoffe, Euch ist klar, dass ihr diesen Artikel erst morgen bzw. übermorgen lesen dürft…

Zutaten

Euch ist untenstehender Kuchen gewidmet. Sobald ich in Eurer Nähe bin, kommt das Original nach…

Man nehme:

6 Eier (getrennt), 200 g Butter (Zimmertemperatur), 200 g Zucker, 1 Tl Backpulver, 200 g gemahlene Mandeln, 200 g Bitterschokolade, 125 g Mehl, abgeriebene Zitronenschale, 2 El Rum, etw. Salz, 200 g dunkle Kuvertüre, 1 Packung bunte Zuckerlinsen oder ähnliches, kitschige Kuchen-Kerzen, Backpapier, 1 Kastenkuchenform, 1 Rührgerät. Ein auf 175° C vorgeheizter Ofen…

Herstellung:

Schokolade kleinschneiden (dauert ein wenig und braucht Geduld; am besten eine schöne CD dazu anhören)… In einer sauberen (!) Schüssel die Eiweiße mit den sauberen Rührbesen des Handrührgeräts super steif schlagen (da darf sich nix mehr rühren danach). Daraufhin (Reihenfolge ist sinnvoll…. sonst muss man zwischendurch die Rührbesen waschen…) die 6 Eigelbe mit dem Butter (doch. auf bayerisch heißt das “der Butter”) und dem Zucker sowie der Zitronenschale und dem Rum rühren, bis alles cremig lecker emulgiert ist. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und gemeinsam mit den gemahlenen Mandeln in die Butter-Eigelb Masse hineinrühren; sollte das eine gar zu zähe Angelegenheit werden, dürft ihr gerne noch ein Löffelchen Rum dazugeben! Dann liebevoll und langsam den Eischnee und die gehackte Schokolade unterheben…

Herstellung Herstellung 2

 

Die Backform mit Backpapier auslegen, den Teig hineinstreichen und bei 175°C gut eine Stunde backen. Unterdessen die Schweinerei aus der Küche entfernen und ein Kaffeepäuschen machen…

Sobald der Kuchen gebacken ist, erst ein Weilchen in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig herausklopfen. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und auf den (abgekühlten!) Kuchen gießen, dabei langsam arbeiten und mit einem Buttermesser oder Spachtel die Seiten des Kuchens mit Kuvertüre bedecken helfen. Wieder ein Kaffepäuschen machen und die Kuvertüre fast gänzlich erstarren lassen – erst dann mit Smartis oder ähnlichem Kram bekleben und mit Kerzchen versehen…

HAPPY BIRTHDAY

Kuchen

Ist ja gut, ist ja gut…

Blogged by huslige as Berlin, gar kein Heimweh, huslige isst, huslige kocht — huslige Sat 24 Feb 2007 22:40

Einkaufen

Nach diversen anonymen Briefen, Selbstmorddrohungen, größeren Geldgeschenken und einigen unmoralischen Angeboten läßt sich Huslige breitschlagen und erklärt hiermit feierlich ihre Wiederauferstehung. Versnobt nach vielen westlichen Aufenthalten und moralisch verdorben vom rheinländischen Karneval haben sich aber – zumindest für heut abend – die Machtverhältnisse im husligen Haus verkärt und Madame wird bekocht! Hurra. Zur Erinnerung an einen formidablen Urlaub in Amsterdam ist das Rezept leicht indonesisch angehaucht – aber getreu den Grundsätzen vorliegenden Blogs sind auch die Zutaten für dies Rezept problemlos am Wrangelkiez einkaufbar. Drum die Schürzen umgeschnallt, denn Kochlöffel erhoben und den Wok aufgeheizt für ein köstliche Tempéh-Pfanne Mokum.

Ihr braucht: Eine Packung Tempéh (normalerweise ca 500 g – gibts im Asien-Laden), frisches Gemüse (Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Champignons, Paprika, etc., Sesamöl, Sojasauce (oder noch besser: Indonesisches Ketjap), Knoblauch, Chili-Paste, Sesamkörnchen

Geschnippel WokinAction

Falls ihr als Beilage Reis möchtet, setzt den ganz zu Anfang auf, dann gehts ans Gemüse schnippeln. Das Tempéh wird zerkleinert und mit viel Sojasauce (oder Ketjap), gepressten Knoblauch, Sesamöl und Sesamkörnchen mariniert. Im heißen Wok werden erst das Tempéh, danach die Gemüse (nach Garungszeit geordnet) angebraten. Zum Schluss würzt man mit Chilli Paste und frisch gemahlenen Pfeffer nach, bastelt Reis und Tempéh-Pfanne hübsch auf große Teller und genießt das Ganze mit einem Glas gut gekühltem Wein, warmen Tee oder feinem Apfelschorle…

fertig

Viel Spass sagt die Huslige. Übrigens. Im Moment sind meine Aufenhalte leider so verstreut, drum wird das jetzt noch ein bissl dauern bis die hervorragenden Kulturtipps wieder aufgenommen werden können. Verzeiht. Aber lests dafür ein bisschen hier nach (danke Isarblog) so als wehmütige Rückschau auf den verflossenen Fasching.

Kehraus‘ vom Herrn Polt ist übrigens sehr sehenswert (Grandios: Gisela Schneebergers ausgestopftes Hinterteil u.v.a.).

Huslige wünscht frohe Weihnachten, guatn Rutsch und sagt: Pfiagott

Blogged by huslige as Berlin, Nicht kategorisier, gar kein Heimweh, huslige is watching you, huslige kocht — huslige Wed 13 Dec 2006 0:27

FZB fzb2
Während sich Berlin langsam – gaaaanz langsam – Richtung Weihnachten von Zugroastn lehrt und nach und nach gemütlich wird, das vernünftige Weihnachtswetter auf sich warten lässt, sich Morrissey die Ehre gibt und auf BBC endlich eine neue Staffel Extras läuft (hier mit Bowie – Hurra!) zieht sich Huslige mehr und mehr aus dem Bloggertum zurück. Die das hier lesen mögen das schon festgestellt haben. So ist das eben mit den Netz-Existenzen. Bunt, schillernd und berauschend, später eventuell etwas klebrig und kopfschmerzenverursachend – auf jeden Fall aber: Kurzlebig.

Drum zum Abschied: Eine Feurzangenbowle.

4 Bioorangen auspressen und mit einigen Streifen Schale – bitte ohne das Weiße – und 2 Flaschen herbem, guten Rotwein in einen Topf geben; 1 Zimtstange, einige Nelken und ein paar Stückchen frischer Ingwer kommen mit hinein, dann das Ganze heiß machen, (nicht kochen). Bei der Husligen wurde diese Grund-Bowle kürzlich mit starkem Schwarztee verdünnt, was ihr guttat, weil sie dann am Ende nicht so klebte – so als Tipp für die weniger Süßen unter Euch.
Den Topf auf eine Wärmeplatte oder ein Stöfchen stellen, eine Feuerzange (für ca 7 Eur vom Einzelhändler ihres Vertrauens zu erstehen) über den Topf einen Zuckerkegel in die Feuerzange legen. Mit
54 %igem Rum (nicht mehr und nicht weniger) beträuflen, bis der ganze Kegel feucht (rrrrrh!) ist (…nicht zu viel sonst zerbröselt er…). Dafür stellt man sich am besten eine Tasse voll Rum und einen Eßlöffel bereit.
Während des Tränkens geduldig ein Feuerzeug an den Kegel halten; irgendwann beginnt er wunderhübsch blau zu brennen; dann fix jemanden das Licht ausschalten lassen, einen anderen zum fotographieren abkommandieren und einen dritten fleißig Rum ins Feuer gießen lassen, auf das der Spass nicht vorzeitig erlischt….

Viel Freud` damit. (Macht nämlich ordentlich sentimental und redselig)
Hebts ein Tässschen aufs Wohl der Husligen die sich bis auf Unbestimmtes zurückzieht. Vielleicht in den Park nach Potsdam; denn dort ists schön, märchenhaft und still. . .

schloß

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