Oimal Bayern and back

Blogged by huslige as Heimweh, Nicht kategorisier — huslige Sun 31 Dec 2006 14:42

Bayern Winter 3

Bayern Winter 2

Bayern Winter 1

Huslige wünscht frohe Weihnachten, guatn Rutsch und sagt: Pfiagott

Blogged by huslige as Berlin, Nicht kategorisier, gar kein Heimweh, huslige is watching you, huslige kocht — huslige Wed 13 Dec 2006 0:27

FZB fzb2
Während sich Berlin langsam – gaaaanz langsam – Richtung Weihnachten von Zugroastn lehrt und nach und nach gemütlich wird, das vernünftige Weihnachtswetter auf sich warten lässt, sich Morrissey die Ehre gibt und auf BBC endlich eine neue Staffel Extras läuft (hier mit Bowie – Hurra!) zieht sich Huslige mehr und mehr aus dem Bloggertum zurück. Die das hier lesen mögen das schon festgestellt haben. So ist das eben mit den Netz-Existenzen. Bunt, schillernd und berauschend, später eventuell etwas klebrig und kopfschmerzenverursachend – auf jeden Fall aber: Kurzlebig.

Drum zum Abschied: Eine Feurzangenbowle.

4 Bioorangen auspressen und mit einigen Streifen Schale – bitte ohne das Weiße – und 2 Flaschen herbem, guten Rotwein in einen Topf geben; 1 Zimtstange, einige Nelken und ein paar Stückchen frischer Ingwer kommen mit hinein, dann das Ganze heiß machen, (nicht kochen). Bei der Husligen wurde diese Grund-Bowle kürzlich mit starkem Schwarztee verdünnt, was ihr guttat, weil sie dann am Ende nicht so klebte – so als Tipp für die weniger Süßen unter Euch.
Den Topf auf eine Wärmeplatte oder ein Stöfchen stellen, eine Feuerzange (für ca 7 Eur vom Einzelhändler ihres Vertrauens zu erstehen) über den Topf einen Zuckerkegel in die Feuerzange legen. Mit
54 %igem Rum (nicht mehr und nicht weniger) beträuflen, bis der ganze Kegel feucht (rrrrrh!) ist (…nicht zu viel sonst zerbröselt er…). Dafür stellt man sich am besten eine Tasse voll Rum und einen Eßlöffel bereit.
Während des Tränkens geduldig ein Feuerzeug an den Kegel halten; irgendwann beginnt er wunderhübsch blau zu brennen; dann fix jemanden das Licht ausschalten lassen, einen anderen zum fotographieren abkommandieren und einen dritten fleißig Rum ins Feuer gießen lassen, auf das der Spass nicht vorzeitig erlischt….

Viel Freud` damit. (Macht nämlich ordentlich sentimental und redselig)
Hebts ein Tässschen aufs Wohl der Husligen die sich bis auf Unbestimmtes zurückzieht. Vielleicht in den Park nach Potsdam; denn dort ists schön, märchenhaft und still. . .

schloß

international unterwegs

Blogged by huslige as Nicht kategorisier, gar kein Heimweh, huslige kocht — huslige Tue 7 Nov 2006 13:22

huslige Reisen

Nachdem sich huslige Aktivitäten neuerdings nahezu gleichmäßig auf Berlin Kreuzberg, Reihnland-Pfalz, Hessen, Nordrhein- Westfahlen, Oberbayern UND bayerisch Schwaben verstreuen, ist dieses Blog (dieser?) sträflich vernachlässigt, einsam und traurig. Das ist schlimm. Das hängt selbstverständlich mit der ursprünglichen thematischen Grundidee, dieser kiezzentrierten, engstirnig verbiesterten und sehr sehr netten Regional-Manie zusammen (vgl. husliges about: huslige schreibt über gutes Leben in Berlin Kreuzberg – oder so). Das muss sich nun wohl ein wenig ändern. Der Regionalismus weicht einem Pan-Regionalismus, (oder gar Trans-Regionalismus??) man könnte schon behaupten, Huslige globalisiert sich. Und weil die Liebe durch den Magen geht, freut das selbstverständlich den Leser und Nachkocher.Ein feines Essen, was (naja – lassmer grad noch durchgehn -) zur Jahreszeit passt und sowohl den Pfälzern, den Rheinländern, Hessen, den Schwaben, Franken als auch all ihren Freunden schmeckt, ist ein zümpftiger Zwiebelkuchen, drum macht der in diesem Ansinnen einen Anfang. Huslige genoss selbigen mit einem gebürtigen Rheinländer, der bayerisch-schwäbischen Mitbewohnerin und einem Gast (gebürtig) aus Baden-Württemberg (mittlerer Oberrhein). Begleitet hat uns dabei ein Müller Thurgau aus Franken, weil die Zeit des Federweißen schon rum ums Eck ist. Das hat aber gar nicht gestört. Nun denn:

Nehmt 375 g Mehl, 1/2 Würfel Hefe und 1 kleine Tasse warme Milch.
Macht eine Kuhle ins Mehl, bröckelt die Hefe rein und kippt die Milch drauf, rührt daraus ein Vorteiglein an und lasst es 10 min in Ruhe. Dann verarbeitet Mehl, Salz und das Vorteiglein mit 50-80 g Butterflocken, 1 Ei und ordentlich Salz zu einem mittel festen Hefeteig (Rührgerät und Knethaken helfen dabei), formt eine Kugel und lasst selbige 1/2 Stunde im Warmen gehen. (von meiner Oma habe ich gelernt, den Ofen auf 50° anzustellen, während ich das Rührgerät im Einsatz habe, und ihn dann wieder auszuschalten. Das ergibt ein 30-40°Grad warmes Brutklima, welches der Teig zu honorieren weiß.)

Während also der Teig brütet, wendet Euch Speck und Zwiebeln zu: Schält und hackt 80 g Speck und 1 Kilo Zwiebel- feine Streifen bzw. Scheiben sollen es werden. (Wie man das Weinen verhindern kann zeigen diese Herren vom Senioren-Kochen) Die dünstet ihr dann in reichlich Pflanzenöl und Butter, langsam, geduldig unter vielem Rühren und gebt am End einen dicken Esslöffel voll Kümmel dran (das verhindert Blähungen, also keine Ausrede)

Übrigens: für die Vegetarier hat Huslige auch ein Herz: geräucherter Tofu, fein gewürfelt und noch vor Zugabe der Zwiebel in viel Öl geröstet kann sogar den eingefleischtesten Carnivoren täuschen und als Speck durchgehen…
Bilder, die mich sehr ans huslige Kochen erinnern findet man hier – allerdings läßt sich das Rezept dort nicht so gut lesen. Richtig gut und auch im Hause Huslige ausprobiert ist die Idee, den Haufen Zwiebel im Wok zu braten, da ist genügend Platz dafür.
Aufbau des Kuchens (nicht vergessen, unterdessen das Rohr auf 200° hochzuheizen): Teig dünn ausrollen, auf Backpapier und Blech hinauffabrizieren und mit der Gabel anstupfen. In einer Tasse 4 dicke Esslöffel Sauerrahm und 2 Eier verquirlen, salzen, pfeffern und auf dem Teigboden verteilen. Darauf kommt dann der Zwiebel – Speck Belag.

Hinein damit in den Ofen – 30 Minuten muss man sich nun gedulden und den Wein vorkosten (mindestens 2 Flaschen kühl stellen also).

Die huslige Oma sagt übrigens: “Da Zwiebelkuchen schmeckt zum Wein wia zum Bier, da braucht ma sie net ziern”

Find ich interessant:

Blogged by huslige as Berlin, Huslige guckt, Nicht kategorisier — huslige Wed 18 Oct 2006 19:40

Sauna Obscura

Sauna Obscura

Herbscht

Blogged by huslige as Berlin, Nicht kategorisier, gar kein Heimweh, huslige kocht — huslige Wed 18 Oct 2006 19:29

Huslige is back in town (und das ist wirklich gut so). Nach vielem Reisen durch die ganze Republik und durch Nordengland fühlt sie sich im guten alten Kiez wohlig daheim und genießt die hübschen Herbstfarben.

potsdamerpaltzherbstlich Suppe1
Die Theater haben eifrig wieder ihr Programm begonnen (HAU, DT, Volksbühne…man beachte bitte das fröhlich tanzende VB-Zeichen… wie niedlich) und kein Mensch erinnert sich mehr an das Gestöhne ob des viel-zu-heißen Sommers. Als Frau Huslige allerdings heim kam, gabs erst mal Ärger mit der Hausverwaltung weil die Heizung nicht ging und der verantwortliche Handwerker meinte: ‘Ham se sich nich so, das machn wa dann irgendwann nächste Woche.’ Brrr, so ein Ärger. Hier bestätigte sich dann die Erfahrung, dass man bei Berliner Dienstleistern nur mit Schnoddrigkeit und beharrlicher Unhöflichkeit weiterkommt. Bevor sich Huslige auf die Socken gemacht hatte zum Sommerendspurt sagte mal irgend ein Abgeordneter im Fernsehen (im Zuge des Wahlkampfs): “Für das was in Berlin als Höflichkeit gilt, würde man im Süden eine Beleidigungsklage bekommen.” Das ist wohl war, und war für Huslige etwas gewöhnungsbedürftig. Andrerseits isses das aber auch wert, wo sonst lebt es sich so hübsch wie hier.
Huslige hat inzwischen wieder warme Füße, läßt sich froh im Kreuzberger Treiben treiben und hat sich zu allem Überfluß noch ein lecker Süppchen für einen warmen Bauch und quietsch-orangenen Farbspaß gekocht (passend zur Jahreszeit).

Suppe2 berlinerHerbst
Hokaido-Kürbis-Süppchen mit viel Ingwer :

Man braucht (für 2):

1/2 Hokaido Kürbis (nur nicht erschrecken, gibts grad überall im Supermarkt), 1 Zwiebel, ordentlich frischen Ingwer (mind. ein Walnuss-großes Stück), 1 Teelöffel rote Currypaste, Butter, Wasser, Salz.

Den Kürbis entkernen (mit einem scharfkantigen Löffel) und dünn abschälen (Gemüseschäler), in Stücke schneiden (Achtung: der Kürbis ist recht hart. Bitte nicht die Finger amputieren). Die Zwiebel schälen und grob zerkleinern. Beides mit der Currypaste gewürzt in Butter anschmoren, dann mit Wasser bedecken und im geschlossen Topf weichkochen. Kurz vor fertig den Ingwer hacken und hineingeben. Mit dem Mixstab (oder einfach mit brutaler Gewalt) pürieren und salzen. Fertig. Und sehr sehr schön oder? Auf dem Bild kann man sehen, dass Huslige das Süppsche noch mit Cashewkernen und Frühlingszwiebel dekoriert hat. Das ist aber eigentlich gar nicht mehr notwendig.
Bellmanns

Übrigens lohnt sich auf dem gemütlichen Herbstspaziergang ein Abstecher ins Bellmanns in der Glogauer Str, Ecke Reichenberger. Dort kann man sich in schummerig brauner Gemütlichkeit so richtig einem Herr-Lehmann-artigen Berlin-Berlin Gefühl hingeben und dabei ein Pils-chen schlürfen, während sich draußen Himmel und Blätter iln ihren Farbräuschen austoben. Wohl bekomms.

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