Altweibersommerlicher Urlaub, Werbewetter

Blogged by huslige as Berlin, Heimweh, Nicht kategorisier, huslige kocht — huslige Mon 11 Sep 2006 19:52

wolken2

Liebe Leute, Huslige geht in Urlaub bis Oktober. Und sie hat sichs verdient, muss man sagen. Allerdings fällts fast schwer, nach so schönen Tagen hier, seht selber: Kreuz-Berg- Ausblick und kleines Volksfestl ebenda, ein Sonntagspaziergang der romantischen Art war das. Da kam fast schon Oktoberfeststimmung auf.
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Mitte Oktober gehts nach Graz zum Steirischen Herbst – Drum ist an dieser Stelle wohl erstmal ein Weilchen Pause. Damits unterdessen nicht fad wird, empfiehlt Huslige sich an Semmelnknödeln mit Steinpilz (oder Rotkappen-) Rahm zu versuchen. Das macht man folgendermaßen:

4 Trockene Semmeln (bzw Schrippen…) in Stückchen schneiden und mit einer Tasse heißer Milch übergiessen. Stehen lassen. Zwei Eier (klein) dazugeben. 1 Bund Petersilie und 1 Zwiebel in Butter anbraten und dazugeben. Das Ganze zu einer Knödel-Form-Fähigen Masse verkneten, falls zu feucht mit Mehl und / oder Semmelbröseln aushelfen. ca. 1/2 h stehen lassen.

Großen Topf mit reichlich Salzwasser aufsetzen. Erst wenn das Wasser sprudelnd kocht, Knödeln formen (mit nassen Händen; nicht zu groß, ca 6 cm Durchmesser reicht) und hineingeben. Ca 15 min kochen lassen. Unterdessen den Pilzrahm herstellen:

Eine weitere Zweibel hacken; Pilze putzen (ohne Wasser, bestenfalls nur mit Messer und feuchtem Küchenkrepp) und klein schneiden. Zwiebel in Butter anbraten, Pilze (500 g wären schön und teuer) dazugeben, mit dem Saft von 1/2 – 1 Zitrone ablöschen, Salzen, pfeffern, etw. Sojasauce zugeben (nicht original aber sehr fein) und 1 Becher süßen Rahm draufgeben. Falls gewünscht mit Pertersilie und noch mehr Zitrone abschmecken.

Weißbier dazu? oder ein Pils? Irgendwie hat doch der Herbst auch seine guten Seiten.
Und wenn sies gerne etwas schlüpfrig mögen, tragen sie das Gericht auf unter Rezitation folgenden Gedichts… (Kindergedichte?? dass ich nicht lache!)
wolken1

Huslige guckt Tanz und trinkt Milchkaffee

Blogged by huslige as Berlin, Huslige guckt, Nicht kategorisier, huslige isst — huslige Sun 27 Aug 2006 12:05

Tanz im August ists, (ich wies schon mal kurz drauf hin), und Huslige rennt eifrig von eienm Event zum nächsten. Gestern sah sie begeistert, angeregt und glücklich Nigel Charnock, ehem. Mitglied von DV8, inzwischen Chef der Helsinki Dance Company, mit seinem Soloabend ‘Frank’. Charnocks Figur (Frank?) tobt als hyperaktiver, narzisstischer Standupcomedian, der jede Grenzziehung vergessen hat über die Bühne und durchs Publikum, zeigt seinen Luxusleib, wirft Toffees (hmmm!) und tanzt in pathetischen Lichtdomen… ‘Frank’ ist eine wahre Freude, selbstreflexiv, kritisch, intelligent und ganz und gar der eigenen (theaterimmanennten) Möglichkeitumstände bewusst… (sabbel) vor allem aber: brüllend komisch und daher sehr sehr zu empfehlen.

Ähnlich selbstkritisch, ähnlich lustig: Dick Wong mit B.O.B. / Final Cut, sehr gefiel der Husligen auch Luise Lecavalier / Benoit Lachambre mit ‘I’ is memory.

Vorgestern gesehen: Maren Strack / Max Bauer & post theater mit Figur 8 Remix. Eine Frau und ihr Auto, eine Einheit: erzählt wird die Geschichte von Clärenore Stinnes, der ersten Frau die die Welt im Auto umrundete. Ansprechend vor allem die Erzähltechnik dabei: Tanz, Videoprojektion, und live erstellte Geräuschkulisse verweben sich zu einem organischen Ganzen, in einer Art und Weise dass es sogar den ganz abgebrühten überfütterten Theatergucker (also mich, die Huslige) in Erstaunen versetzt. Weiteres großes Plus: Diese Show kann man sich noch oft angucken, sicher auch hier in der Gegend, vgl. post theater
Huslige freut sich dieser Tage noch auf Pichet Klunchum mit I am a Demon, Sub Sahara im Podewil, und auf Régi von Boris Charmatz
Phew. und nach so viel avantgardistischem Tanz geht Huslige vielleicht sogar mal wieder ins DT. Auf dem Weg dorthin empfiehlt sich übrigens sehr sehr ein Besuch im Monsieur Toche in der Albrechtstraße. Hier gibts hervorragendes günstiges Mittagessen im Bistro-Ambiente, besonders guten Kaffee und französische Patisserie zum Frühstück, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Zu allem Überfluss sind die Chefs dort lieb und nett, immer gut gelaunt und von erfrischender Professionalität…

Back on Wrangelkiez

Blogged by huslige as Berlin, Nicht kategorisier, huslige kocht — huslige Tue 22 Aug 2006 12:12

sofia

Der ein oder andere hats vielleicht gemerkt: Huslige war nicht daheim die Tage, und schreibfaul noch dazu. (Aber was sollte sie auch über Düsseldorf, Frankfurt, München oder gar Augsburg schreiben, da dies ja ein Kreuzberg-Ecke-Wrangelstraßen-Blog ist). Nur so viel: da ists natürlich überall sehr sauber und im Vergleich mit meinem zu Hause EXTREM still, was ja zwischendurch auch auch mal was für sich hat so zum entspannen, und ein paar Anregungen für die huslige Küche hab ich auch mit gebracht.
Kaum zu Hause (selbstverständlich nach einem Abstecher im schönsten und besten Café der Welt, dem Sofia, das an dieser Stelle irgendwann einen eigenen Artikel gewidmet bekommt) hab ich dann auch die Wrangelstraße abgelaufen, nach verschiedenen Zutaten und – wie sollt es anders sein – auch alles gefunden was man für ein schönes Sate-Huhn braucht (bitte aufgemerkt: ALLE Zutaten zu ALLEN hier beschriebenen Rezepten sind im 5 Minuten-Umkreis in meinem Kiez zu finden; das ist echter Lokalpatriotismus, bitte)

Schönes Sate-Huhn (indonesisch-holländisch-lekker und sehr schnell gemacht)

kauf ein:
Hünchenbrust (150 g p.Person), 1 Bund Koriandergrün (welch Gewürz… ich liebe diesen kräftigen Geruch – neben dem Pisco ein weiterer Grund, sich doch noch mit Chilenischer Küche anzufreunden übrigens.), grobe Erdnussbutter (“Pinda Kaas“), Sojasauce, Chilli-Sauce, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Limette und irgendwelche Gemüse, je nach Geschmack (bei mir warens gestern gelbe Rüben (=”Möhren”), Zwiebeln und Sojasprossen):

dann schnipple und bereite zu:
Hünchen in Stückchen schneiden, Gemüschen (je nach Lust und Laune) genauso; kräftig anbraten und mit Sojasauce würrzen, ggf – falls extra scharf gewünscht – eine getrocknete kleine Peperoni mitbrutzeln. Unterdessen 2-3 Eßlöffel Pinda Kaas, etwas Sojasauce, etwas Chillisauce, 1 gehackte und gematschte Knoblauchzehe und etwas Limettensaft mit heißem Wasser zu einer geschmeidigen Sauce rühren. Wenn die Pfannen-Einlage gar ist, mit der Sauce vermengen und mit gehackten Koriander-Grün und Frühlingszwiebel-Ringen bestreuen. Passt zu Klebreis, geht aber – in der Not – auch solo. Weißwein oder Tee dazu.

hmm… Huslige is back on Kiez.

Von Innen

Blogged by huslige as Nicht kategorisier — huslige Sun 6 Aug 2006 11:04

Huslige Gumminbärenpersönlichkeit.

Blogged by huslige as Huslige guckt, Nicht kategorisier, huslige is watching you — huslige Sat 5 Aug 2006 13:45

Ein Streit über die Wichtigkeit oder Belanglosigkeit des Mordes an Bruno dem Bären vor einem Hintergrund weltweiter Krisen, Kriege und Katastrophen darf befremden, da der Streit an sich mindestens ebenso belanglos wie der Bär.

Das Gummibären-Orakel, auf das Huslige eben über einen Parka-Lewis-Umweg stieß hingegen ist dermaßen jenseits allen Belangs, dass ich es Kunst nennen und hiermit weiterempfehlen möchte. Bitte beachten sie die befremdlich zutreffende, ja erschreckend prophetische Aussage die das Orakel tätigen konnte, nach dem Huslige lediglich 5 Bärlein angeklickt hatte:

“Zwei rote, zwei weisse, ein orangenes Bärchen
PREDIGT, SELBSTÜBERSCHÄTZUNG, KREATIVITÄT
Sagt Ihnen der Name Peter von Amiens etwas? Oder Bernhard von Clairvaux? Papst Urban II.? Das waren Leute, die genau die Farben schätzten, die Sie gerade gezogen haben. Blutrot und Blütenweiss. Diese Leute waren Meister der Predigt. Der flammenden Predigt. Der Brandrede. Diese Leute verstanden es, Menschen zum Krieg aufzupeitschen. Denn sie waren die Prediger der Kreuzzüge. Was hat das mit Ihnen zu tun? Nun, die beiden roten Bärchen zeigen: Sie haben die Power. Die Streitlust. Die Fähigkeit, andere zum Aufbruch zu bewegen, ja, sie sogar in Alarmstimmung zu versetzen. Sich selbst übrigens auch. Die beiden weissen Bärchen sagen: Sie haben überdies die Gewissheit, dass Sie im Recht sind. Dass Ihre Motive rein sind. Dass Sie berufen sind, andere geistig zu leiten. Diese Illusion, verbunden mit Ihrer kämpferischen Energie, sind eine aufreizende Kombination. Sie könnten glatt sowas wie ein Sektengründer werden. Man würde Ihnen glauben. Aber Sie selbst würden damit nicht glücklich sein. Sie hätten dabei immer eine untergründige Angst. Warum? Weil Sie Ihre fröhliche, unbeschwerte Seite unterdrücken müssten. Und genau die blüht jetzt auf. Sie besitzen nämlich noch etwas, was die Eiferer der Kreuzzüge nicht im geringsten besassen: Humor. Dafür steht das orangene Bärchen. Sie haben ein heiteres Herz. Eine verspielte Phantasie. Eine schöpferische Begabung. Und eben mit dieser Begabung werden Sie Ihre enormen Reserven an Energie und Visionen kreativ verwandeln. Ihr Potential ist grossartig. Jetzt, mit neuen Kontakten, mit spielerischem Ausprobieren, mit Reisen im Geist und in der Wirklichkeit, werden Sie es entwickeln. Ein ganz klein wenig bedauern wir das allerdings. Wir hätten Sie so gern mal predigen gehört.
Orakel vom Samstag, 5. August 2006, 13:58 Uhr”

Nun? gruselig oder? Welch genau zutreffende Einschätzung husliger Qualitäten! Aber wen wunderts bei einem Orakel das aus Essen besteht. Zwar mag Huslige eigentlich keine Süßigkeiten, aber demnächst wird eine Tüte Gumibärli gekauft, keine Frage. Aber nochmal zurück zu ernsthaften Auseinandersetzungen mit der Weltpolitik. Huslige meinst: lassts die Streiterei bleiben, setzts euch schön zusammen und spielts mit bunten klebrigen (Bruno)Bärchen. Damit wäre schon mal ein ganz kleiner gelatiniger Grundstein zum friedlichen Miteinander gelegt…

Hier noch ein Soundtrack dazu, funktioniert natürlich nur für Leser in der husligen Altersklasse, die solche Musik unter Kindheitserinnerungen, und somit als zu den Goldbären passend verbuchen. Interessannter noch als das Erinnerungsschwelgen ist hier allerdings die Tasache das der Sänger von Seona Dancing, Ricky Gervais, heute die vermutlich besten Fernsehsendungen DER WELT! verantwortet. Auch eine Möglichkeit zum friedlichen Zeitvertreib.

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